• Siege für Belgien

    Bei idealem Wetter standen rund 2000 Altersklassen-Athleten und 60 Profis beim fünften IRONMAN 70.3 Luxembourg-Région Moselle am Start.

    Also doch ein Belgier. Nur: Es war nicht der aus der Verletzungspause zurückgekehrte Superstar Marino Vanhoenacker, der dem IRONMAN 70.3 Luxembourg-Région Moselle seinen Stempel aufdrückte, sondern sein erst 25-jähriger Landsmann Kenneth Vandendriessche. Der lieferte das beste Rennen seinen bisherigen Karriere ab und rettete einen hauchdünnen Vorsprung von 44 Sekunden ins Ziel. Zweiter wurde – zum nunmehr dritten Mal in Folge – Bas Diederen aus den Niederlanden.

    Für die erste Sensation sorgte aber der deutsch-polnische Olympiateilnehmer Łukasz Wójt. Der Frankfurter Schwimmer "flog" in nur 19:12 Minuten über die 1,9 km lange Schwimmstrecke und lies die versammelte Konkurrenz hinter sich. Wójt beendete das Rennen als Gesamt-Siebenter.

    Diederen kam mit einer größeren Gruppe aus dem Wasser, musste aber auf dem Rad dem hohen Tempo Tribut zollen. Der Vorsprung auf Vandendriessche schmolz dahin, fast gleichzeitig ging es in die Wechselzone. Auf der Laufstrecke zündete der junge Belgier den Turbo: "Zu Beginn hat mich das hohe Tempo und der Druck von Bas noch motiviert. Am Ende hatte ich echte Angst, dass er mich noch einmal einholen könnte. In so einer Situation muss man an sich glauben und noch einmal an die Grenze gehen. Das ist mir gelungen", war Vandendriessche stolz.

    Bei den Frauen dominierte Alexandra Tondeur, die vor der Britin Susie Cheetham ins Ziel lief. „Ich bin unglaublich stolz. Als ich in der letzten Laufrunde Susie überholt habe und an erste Stelle lief, habe ich nur daran gedacht, dass ich jetzt stark bleiben muss." Für Tondeur war es der zweite Titel ihrer Karriere. 2016 gewann die Belgierin den IRONMAN 70.3 Antalya in der Türkei. Susie Cheetham kam mit 1:39 Minuten Rückstand auf die Siegerin ins Ziel. Den dritten Platz holt sich die deutsche Triathletin Katja Konschak, die sich damit um zwei Plätze zum Vorjahr verbessert.

    Luxembourg zeigte sich in diesem Jahr von seiner besten Seite: Bei idealen Wetterbedingungen – 27 Grad und leichte Bewölkung – freute sich auch Renndirektor Mike Matthias: "Es hat dieses Jahr wirklich alles super geklappt, das war Werbung für unseren Sport und luxemburgische Gastfreundschaft. Kompliment auch an die Zuschauer, das war Gänsehaut-Stimmung an der Finish Line."

    Begeistert war auch Jetze Plat, der die Handcycle-Kategorie gewann. Mit einer Zeit von 3:53:47 reihte sich der niederländische Paralympics-Champion nur knapp hinter den Profis ein und sicherte sich sein Ticket für die IRONMAN World Championship in Kailua-Kona, Hawaii.

    Alle Ergebnisse gibt es hier.