• Heimstark

    Fünf von sechs Podestplätze gingen beim IRONMAN 70.3 Switzerland an Schweizer Athleten. Lediglich James Cunnama aus Südafrika wusste den totalen Schweizer Triumph zu verhindern.

    Im Profifeld der Damen schwammen mit Catherine Jameson (GBR) und den drei Schweizerinnen Anna Michelle Derron, Daniela Ryf und Nina Derron vier Athletinnen vorne weg. Mit gut einer Minute Rückstand folgte Emma Bilham und weitere 30 Sekunden später kamen Bianca Steurer und Regula Rohrbach aus dem Wasser.

    Auf dem Rad drückte zu Beginn vor allem Nina Derron mächtig aufs Gas und konnte bis zu Kilometer 50 einen Vorsprung von einer Minute und mehr auf ihre Verfolgerinnen Jameson, Ryf und Rohrbach herausfahren. Dann zündete Rohrbach den Turbo und konnte bis zum zweiten Wechsel zu Derron aufschliessen. Ryf wechselte mit gut zwei Minuten Rückstand auf die Laufstrecke, gefolgt von Steurer (+04:52), Jameson (+05:15) und Bilham (+05:32).

    Auch in der Folge hielt Überraschungsfrau Derron die hohe Pace aufrecht und machte lange Zeit ein einsames Rennen, da Rohrbach, Jameson und Steurer mit dem Tempo schlicht überfordert waren. Auch Ryf hielt sich lange Zeit vornehm zurück, drehte dann aber immer mehr auf und zog etwa sechs Kilometer vor dem Ziel an Landsfrau Derron vorbei. Einmal an der Spitze, liess die routinierte Solothurnerin nichts mehr anbrennen und konnte in der Folge ihren vierten Sieg in Serie nach Hause laufen. Aufgrund einer eindrücklichen Laufleistung gelang es Emma Bilham schliesslich ebenfalls noch, kurz vor dem Ziel an Nina Derron vorbeizuziehen. Immerhin brachte die junge Zürcherin den dritten Rang ins Trockene und komplettierte damit das reine Schweizer Podest.

    Der Wettkampf der Männer gestaltete sich auch in diesem Jahr wieder bis zuletzt sehr spannend und vor allem die Schweizer Athleten schenkten sich nichts. Manuel Küng kam standesgemäss als Erster aus dem Wasser, dicht gefolgt von Sven Riederer.

    Mit etwa 40 Sekunden Rückstand erreichte eine Gruppe um Ruedi Wild, Patrick Rhyner, Jan van Berkel und dem Südafrikaner James Cunnama zum ersten Mal die Wechselzone. Zu Beginn der Radstrecke schaltete vor allem Jan van Berkel einen Gang höher und schloss schnell zur Spitzengruppe auf. Cunnama und Rhyner konnten das hohe Tempo nicht mitgehen und so setzten sich letztendlich die vier Schweizer vom Rest des Feldes ab.

    Riederer kam als erster Mann vom Rad, dicht gefolgt von Küng, Wild und van Berkel. IRONMAN Zurich Switzerland Rekordchampion Ronnie Schildknecht kam heute nicht so wirklich auf Touren und wechselte bereits mit über vier Minuten Rückstand auf die Spitze als Sechster auf die Laufstrecke. Schnell stellte sich heraus, dass Wild vom Führungsquartett über die besten Beine verfügt und so mussten Riederer, van Berkel und Küng bald einmal abreissen lassen.

    Damit stand Ruedi Wild das Tor zum zweiten Triumph nach 2015 offen und so siegte der Schweizer schliesslich in 03:49:38.  Ein entfesselter James Cunnama räumte indes das Feld von hinten auf und stiess bis ins Ziel noch auf den zweiten Rang vor mit knapp 90 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Neo-Ironman 70.3-Athlet Sven Riederer wurde mit etwas über zwei Minuten Rückstand auf Wild hervorragender Dritter. Van Berkel, Küng, und Schildknecht belegten die Plätze vier bis sieben.