• Marathon dahoam

    „G´schafft“ hieß es nach 2:27:50 Stunden für Sieger Mario Wernsdörfer von der LG Bamberg. Die Müncherin Bianca Meyer lief nach 2:49:35 als erste Frau ins Ziel. Auch wenn die Pokale in Bayern blieben, freuen sich die Veranstalter über ein Teilnehmerplus bei den Läufern aus aller Welt. 

    Den Startschuss zum 32. MÜNCHEN MARATHON gab dieses Jahr Stadtrat Thomas Ranft, in Vertretung für Schirmherr und Oberbürgermeister Dieter Reiter. Pünktlich zum Start zeigte sich auch das Herbstwetter von seiner versöhnlichen Seite. Denn nach Sturmtief und Starkregen wenige Minuten zuvor ging es bei trockenen neun Grad Außentemperatur auf Münchens schönste Laufstrecke.

    Nach dem Startschuss führte zunächst der Norweger Eivind Osterberg das Läufertrio noch vor Mario Wernsdörfer und dem Zweiplatzierten Florian Stelzle (LG Passau) an. Ab Kilometer 21, den Wernsdörfer mit einer Zeit von 01:12:48 Stunden absolvierte, positionierte er sich dann als Favorit. MÜNCHEN MARATHON-Sieger 2015 Florian Stelzle blieb ihm zwar auf den Fersen, aber erreichte das Olympiastadion knapp zwei Minuten später als der Polizist aus Bamberg. Zu seinem Sieg in der bayerischen Landeshauptstadt äußerte sich Wernsdörfer mit einem Augenzwinkern: „Obwohl ich eigentlich Franke bin, ist das für mich auch ein Marathon dahoam“.

    Beim Marathon-Wettbewerb der Frauen siegte die Münchner Lauftrainerin Bianca Meyer souverän. Vom Start weg dominierte sie das Läuferinnenfeld und kam mit über 15 Minuten Vorsprung vor der Zweitplatzierten ins Ziel. Nach ihrem erfolgreichen Lauf zeigte Sie sich als strahlende Siegerin: „Besser kann es nicht laufen. Ich bin wünschlos glücklich. Es war mein einfachster Marathon. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei, aber gerne ohne Wind.“ Auf Platz Zwei und Drei folgten zwei Kolleginnen aus der Schweiz. Nicole Battaglia-Kubli konnte mit 03:05:16 Stunden noch ihre Landsfrau Karin Etter-Quabeck, die für die 42 Kilometer 03:11:52 Stunden brauchte, überholen.

    Den kurz nach dem Marathon gestarteten 10-KM-Lauf, gewann bei den Damen Andrea Meier (LC Uster) in 35:47 Minuten, bei den Herren Clemens Bleistein (LG Stadtwerke München) in 30:37 Minuten.

    Der Halbmarathon startete um 13:30 Uhr in der Denninger Straße. Hier machte Tobias Schreindl mit 01:08:13 das Rennen um Platz 1. Das junge Eheglück macht die Schreindls scheinbar fit. Denn seine Frau Susanne lief nur 11 Minuten nach ihm als Siegerin der Damen ins Ziel.

    Insgesamt meldeten am Marathonwochenende rund 21.000 Läufer – und damit gut 1000 Läufer mehr als im Vorjahr. 5.455 Läufer für die Marathon-Strecke, 8.253 waren es beim Halbmarathon und 3.534 beim 10-KM-Lauf. In den Marathonstaffeln meldeten insgesamt 2.944 Läuferinnen und Läufer. Erstmalig in diesem Jahr gab es den Inklusionslauf über 7,5 Kilometer für behinderte Menschen. Sie alle genossen den Beifall und den Applaus der tausenden Zuschauer entlang den Straßen der bayerischen Landeshauptstadt.

    Insgesamt waren Läufer aus 118 Nationen gemeldet, vor fünf Jahren waren es noch 85 Nationen. Damit wird der MÜNCHEN MARATHON bei ausländischen Gästen immer beliebter. Nach Deutschland stellen Österreich und Italien die meisten Teilnehmer. 14.598 Läufer kamen aus Deutschland, 768 Läufer aus Österreich und 645 Italiener waren beim 32. MÜNCHEN MARATHON gemeldet. Auch bei den französischen und russischen Athleten, mit 564 und 517 Teilnehmern, ist das Münchner Event zunehmend ein fester Termin im Laufkalender.

    Alle Ergebnisse gibt es hier.