• Titel erfolgreich verteidigt

    Vorjahressieger Ghirmay Ghebreslassie hat am 36. Grand-Prix von Bern seinen Vorjahressieg wiederholt, wurde aber stärker gefordert als erwartet. Im Frauenrennen lief Martina Strähl erneut aufs Podest und wurde Zweite. 

    Der 36. Grand-Prix von Bern hat eine neue Bestmarke gesetzt: Mit 29 773 klassierten Läuferinnen und Läufern wurde der Rekord aus dem Vorjahr (28 920) deutlich übertroffen. Ein anderer Rekord hingegen blieb unangetastet. Der eritreische Marathon- Weltmeister Ghirmay Ghebreslassie war nach Bern zurückgekommen, um die Bestmarke seinen Landmannes und Idols Zersenay Tadese aus dem Jahr 2004 (46:04,9) anzugreifen. Dass aus diesem Unterfangen nichts werden würde, wurde rasch klar. „Ich habe beim Einlaufen zusammen mit Simon Tesfay entschieden, ein taktischen Rennen zu laufen“, erklärte Ghebreslassie im Ziel. Die Rechnung ging auf: Die beiden Eritreer hielten den gefährlichen Aussenseiter Sylvester Kipchirchir in Schach. Kurz vor dem Ziel liess Ghebreslassie den Keniarer stehen und sicherte sich in 49:25,8 Minuten seinen zweiten Sieg beim zweiten GP-Start. Kipchirchir als Zweiter und Tesfay als Dritter komplettierten das Podest. Für Ghebreslassie war es der letzte Start vor der Mission Titelverteidigung beim WM-Marathon im August in London.

    Eine starke Vorstellung zeigte der Schweizer Adrian Lehmann. Der 28-jährige Oberaargauer meldete sich nach langer Verletzungspause eindrücklich zurück und verpasste das Podest lediglich um sechs Sekunden – Rang 4.

    Martina Strähl beste Schweizerin Bei den Frauen sorgte Martina Strähl (29) wie erwartet für das Highlight aus Schweizer Sicht: Die Läuferin des LV Langenthal musste sich nur von der Ukrainerin Viktoriia Pogorielska (27), ihres Zeichens GP-Siegerin 2015, geschlagen geben. Strähl verpasste ihr Ziel – eine tiefe 56er-Zeit – nur knapp (57:08,9) und lief wie im Vorjahr auf Rang 2.

    Maja Neuenschwander, die den Grand-Prix von Bern erst kurzfristig auf ihre Agenda genommen hatte, trat nie an der Spitze in Erscheinung und musste mit Rang 13 Vorlieb nehmen.

    Alle Ergebnisse gibt es hier.